Veranstaltungen 2007


Vogelexkursion am 4.März im Dämmelwald
Frühling im Dämmelwald
Am 4. März fand, wie auch schon in den letzten 4 Jahren, die Auftaktexkursion des NABU Wiesloch im Dämmelwald statt. Singdrosseln und Rotkehlchen, die Stars dieses strahlenden Frühlingsabends, wetteiferten um die Aufmerksamkeit der rund 20 Exkursionsteilnehmer. Die Gruppe bewunderte mehrere architektonisch recht verschiedene Vorjahres-Nestbauten und konnte noch folgende weitere Vögel beobachten: Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Buntspecht, Mittelspecht, Grünspecht, Sommergoldhähnchen, Kleiber, Rabenkrähe, Amsel, Star, Ringeltaube, Buchfink, Grünfink
Siehe auch Vogelliste aller Exkursionen in Wiesloch

Vogelexkursion am 17.März
Morgendliche Vogelstimmen in der Malscher Aue
Am 17. März fand eine weitere Vogelexkursion des NABU Wiesloch in der Malscher Aue statt. Trotz der frühen Uhrzeit waren zahlreiche Naturbegeisterte gekommen, um Girlitz, Mäusebussard, Singdrosseln, Rotkehlchen, Kohlmeise, Blaumeise, Kleiber, Buntspecht, Mittelspecht, Grünspecht, Amsel, Star, Buchfink, Feldsperling, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Elster, Rabenkrähe, Goldammer, Fasan, Wasserralle, Graureiher zu beobachten.
Der Wald zeigte die ersten Frühjahrsblüher. Neben Buschwindröschen, Scharbockskraut, Bärlauch und Schlüsselblumen entdeckten wir auch das erste Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis).
Siehe auch Vogelliste aller Exkursionen in Wiesloch

Doppel-Mitgliedertreffen NABU-BUND am 29. März in Dielheim
Gentechnik – Fluch oder Segen? (Sj)
Die monatliche Mitgliederversammlung des NABU Wiesloch fand auf Einladung des BUND Dielheim Ende März im gemütlichen Dielheimer Gewölbekeller statt, der bis zum letzten Platz belegt war. Neben den üblichen Tagesordnungspunkten waren die Anwesenden sehr gespannt auf den Vortrag „Gentechnik – Fluch oder Segen?“ von Herrn Markus Friedrich, der derzeit im Umweltamt der Stadt Wiesloch ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert. Im Rahmen der Mitgliederversammlung werden regelmäßig Vorträge zu umweltrelevanten Themen angeboten, die möglichst einen Bezug zum aktuellen Schwerpunktthema des Jahres haben.
Das diesjährige Schwerpunktthema lautet „Artenvielfalt“. Mit dem Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft, der so genannten „grünen Gentechnik“, verknüpft, ist die Angst vor unkontrollierbaren Auswirkungen und vor Artenverlust. Ein Grund für den NABU Wiesloch sich intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Sachlich und unvoreingenommen referierte Herr Friedrich über die Methoden der „grünen Gentechnik“ und ihrer Ziele. Dabei ging er intensiver auf die Methode der Genübertragung mittels eines Bakteriums ein. Er beleuchtete die gesetzlichen Auflagen und Nachweisverfahren und gab einen Überblick über die häufigsten Einsatzgebiete.

Als Gentechnik bezeichnet man die zielgerichtete Veränderung bestimmter Gene in einem Organismus über Artgrenzen hinweg, die vom Menschen durch bestimmte Methoden herbeigeführt werden. Die Industrie zielt dabei ab auf eine Verbesserung der Produktqualität sowie auf bestimmte ackerbauliche Eigenschaften (wie Resistenz gegenüber einem bestimmten Herbizid). Gegenüber herkömmlichen Züchtungsreihen ist diese Technologie anscheinend kostengünstiger. Herbizid- und Krankheitsresistenz sind die mitunter am meisten nachgefragten Eigenschaften. Allerdings ist die Gensaat ausschließlich mit dem Spritzmittel des gleichen Herstellers „kompatibel“. Somit sind die Landwirte gezwungen, Herbizide und Saatgut vom gleichen Hersteller zu beziehen. Die Lizenzbestimmungen der Saatgutproduzenten sind sehr strikt. So darf der Landwirt die erworbene Gensaat nur im Jahr des Erwerbs und nicht im Folgejahr ausbringen. Überschüsse können folglich nicht zur Aussaat für die nächste Ernte verwendet werden. In der Folge entsteht eine Abhängigkeit der Bauern vom Saatgutproduzenten. Die Industrie arbeitet momentan an Pflanzen mit erhöhtem Nährstoffgehalt und an Saatgut, dass lange Trockenperioden überstehen kann. Diese Pflanzen sollen verstärkt in den Ländern der sogenannten 3. Welt Verwendung finden. Genetisch veränderte Nutzpflanzen werden schon heute weltweit genutzt. Besonders Nord- & Südamerika aber auch China setzen vermehrt auf die Verwendung von Genpflanzen. So besteht bereits 60% der gesamten Sojaernte in Nordamerika aus Gensoja. In der EU ist das Interesse an verändertem Saatgut im Vergleich zum amerikanischen Kontinent eher verhalten. Dies liegt daran, dass es in Europa verschärfte Auflagen für Freisetzung und Nutzung von genetisch veränderte Nutzpflanzen gibt. So muss eine neu entwickelte Gensaat mehrere Testreihen durchlaufen bis eine Zulassung erfolgt. Landwirte und Unternehmen die genetisch modifizierte Pflanzen verwenden, müssen diese zuvor bei der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) anmelden, Auflagen erfüllen und ein regelmäßiges Monitoring durchführen. Dadurch soll vermieden werden, dass sich genetisch veränderte Nutzpflanzen unkontrolliert ausbreiten oder Resistenzen auf andere Pflanzen (und Tiere) übertragen. In der Praxis hat der Landwirt selbst den Nachweis zu erbringen, dass durch die genetisch veränderten Nutzpflanzen keine Übertragung stattfindet, bzw. eine Ausbreitung verhindert wird. Dies kann von einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht geleistet werden. Die technische Durchführung ist praktisch unmöglich. So übersteigt die Reichweite des Pollenflugs bei einem Windbestäuber wie dem Mais, eine der beliebtesten gentechnisch veränderten Pflanzen, den derzeitigen Sicherheitsabstand von 150 Metern um ein Vielfaches. Bis zum heutigen Tag liegen leider nur wenige Untersuchungsergebnisse vor über die Folgen des Einsatzes der gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft.

Vogelexkursion am 31.März
Frühling am Hummelberg in Schatthausen
Im Zentrum dieser Vogelexkursion stand der Hummelberg in Schatthausen. Die Frühaufsteher wurden mit trockenem Wetter und etlichen Vögeln, u.a. Girlitz, Singdrosseln, Rotkehlchen, Kohlmeise, Blaumeise, Kleiber, Buntspecht, Grünspecht, Amsel, Star, Buchfink, Grünfink, Haussperling, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Elster, Rabenkrähe, Fasan, Hausrotschwanz, Türken- und Ringeltauben, Bachstelze, Graureiher, Zilpzalp, Sommergoldhähnchen und Gartenbaumläufer belohnt.
Außerdem bewunderten wir Häufen und Löcher von Wildbienen in einem Sandweg und einer Lösswand und erfuhren einiges über die Geschichte des Naturdenkmals beim alten Steinbruch.
Siehe auch Vogelliste aller Exkursionen in Wiesloch



 

Vogelexkursion am 21.April
Am 21.04.2007 leitete Guido Waldmann die vierte NABU-Vogelexkursion. Die Exkursion ging ins Naturschutzgebiet Hochholz-Kapellenbruch. Die 14 Interessierten konnten an diesem wunderschönen Morgen insgesamt 35 Vogelarten bestaunen. Rekord für NABU-Vogelexkursionen in und um Wiesloch. Darunter waren extrem seltene und sogar vom Aussterben bedrohte Arten wie Baumpieper, Schwarzkehlchen, Waldlaubsänger, Feldschwirl und Schilfrohrsänger. Die durchweg sehr gut vogelkundlich bewanderten Teilnehmer der Exkursion waren begeistert, da in kürzesten Abständen immer neue "Seltenheitsmeldungen" auftauchten.
Hier die komplette Artenliste:
Kanadagans, Stockente, Mäusebussard, Turmfalke, Fasan, Teichhuhn, Bläßhuhn, Ringeltaube, Kuckuck, Buntspecht, Feldlerche, Rauchschwalbe, Baumpieper, Zaunkönig, Rotkehlchen, Schwarzkehlchen, Singdrossel, Amsel, Mönchsgrasmücke, Schilfrohrsänger, Feldschwirl, Fitis, Waldlaubsänger, Zilpzalp, Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Kleiber, Gartenbaumläufer, Rabenkrähe, Star, Buchfink, Grünfink, Rohrammer, Goldammer.
Siehe auch Vogelliste aller Exkursionen in Wiesloch

Vogelexkursion ins NSG Sauerwiesen und die äußere Helde
Am Samstag, 13. 5. 2007 leiteten Anne und Arndt Jacobi und Guido Waldmann die fünfte NABU-Vogelexkursion. Frau Dr. Martens-Aly und Arndt Jacobi erzählten einiges über Geschichte, Flora und Fauna des NSG Sauerwiesen. Siehe dazu auch die Beschreibung des NSG von J. Alberti. Weitere Glanzlichter an diesem warmen, trockenen Frühsommerabend setzten die singende Goldammer in der Abendsonne und der ebenfalls von der Abendsonne beleuchtete Neuntöter. Auch die bereits fest eingeplante Nachtigall enttäuschte die 14 Exkursionsteilnehmer nicht.
Hier die komplette Artenliste:
Graureiher, Stockente, Turmfalke, Fasan, Ringeltaube, Kuckuck, Grünspecht, Feldlerche, Zaunkönig, Rotkehlchen, Neuntöter, Mauersegler, Amsel, Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke, Zilpzalp, Kohlmeise, Blaumeise, Bachstelze, Nachtigall, Rabenkrähe, Elster, Feldsperling, Girlitz, Star, Buchfink, Goldammer.
Siehe auch Vogelliste aller Exkursionen in Wiesloch

Tag der Artenvielfalt, 16./17.Juni
Bilder, Berichte und Pressereportagen zu dieser erfolgreichen Veranstaltung mit fast 200 Teilnehmern finden Sie zusammengestellt auf einer eigenen Seite zum Tag der Artenvielfalt.

 

 

 

 


Spannend - Waldweide im Reilinger Eck, 18.Juli
(sj) Der Tag der Artenvielfalt hatte bereits die Neugier geweckt! Walldorf hat etwas ganz besonderes zu bieten: hochspezialisierte Arten, die nur auf den Dünen und Flugsandböden der Hardt eine Überlebenschance haben. Die – wie viele Spezialisten – in ihrem Bestand bedroht sind, ja, sogar in Baden-Württemberg offiziell als ausgestorben gelten!
Viele waren neugierig, darunter auch eine stattliche Anzahl von Wieslochern und so konnte Herr Dürr, der Vorsitzende des NABU Walldorf, ca. 50 Teilnehmer begrüßen. Unter der fachlichen Leitung von Herrn Revierleiter G. Glasbrenner und Herrn H.-J. Fischer erfuhren die Interessierten, dass das Reilinger Eck früher großflächig als Weide genutzt wurde, wovon die Gewannnamen wie Sautrögl heute noch zeugen. Um die Erinnerung wach zu halten, wurde ein Lehrpfad angelegt. Der restaurierte, historische Kuhbrunnen zeugt von den technischen Fertigkeiten der Altvorderen - zur Freude unserer Kinder!
Die Weidewirtschaft und die Entnahme von Streu in früheren Zeiten hatte zur Folge, dass der ohnehin schon „arme“ Boden noch ärmer wurde. Auf diesen Extremstandorten hatten nur sehr spezielle Pflanzen eine Überlebenschance, wie das Doldige Winterlieb sowie das Berg-Sandglöckchen, das Sand-Veilchen, die Steppenwolfsmilch oder das Grünblütige Wintergrün. Einige Arten davon sind nur noch in winzigen Restbeständen vorhanden. Kleine Einwirkungen reichen aus und ihr Bestand könnte für immer erlöschen. Wieder wäre eine Art von der Karte verschwunden – still und leise ...

Die drohende Gefahr blieb aufgrund des persönlichen Einsatzes von Revierleiter G. Glasbrenner und Herrn H.-J. Fischer jedoch nicht unbemerkt. Die im Schonwaldbericht vorgeschlagene Pflegemaßnahme konnte dank der Unterstützung des Gemeinderates und der Kostenübernahme durch die Stadt Walldorf zügig umgesetzt werden, so dass die Stadt Walldorf auf ein vorbildliches Artenschutzprojekt stolz sein kann!

Da der gefährdete Bestand nur in einem lichten, sonnendurchfluteten Kiefernwald gedeihen kann, standen die Artenschützer vor einem fast unlösbaren Problem. Wie sollten sie der alles überwuchernden Brombeere Herr werden? Und wie konnte das dichte Unterholz, das keinerlei Sonne auf den Waldboden gelangen lässt, aufgelockert werden?

Nach reiflichen Überlegungen war klar, das schaffen nur Weidetiere - möglichst verschiedene Arten mit unterschiedlichen Vorlieben. Die im Schonwaldbericht vorgeschlagene Pflegemaßnahme konnte dank der Kostenübernahme durch die Stadt Walldorf zügig umgesetzt werden. So wurde ein ca. 4,5ha großes Gebiet eingezäunt und wird seit Juni nach strengen Kriterien beweidet. Das ganze geschieht unter wissenschaftlicher Beobachtung, denn schließlich will niemand den Wald zerstören. Es werden hier lediglich die Voraussetzungen geschaffen, dass sich an dieser Stelle die bedrohten Arten wieder ansiedeln können. Nach den ersten erfreulichen Veränderungen besteht die Hoffnung, dass sich sogar der Ziegenmelker, ein äußerst seltener Vogel - der im gesamten Hardtwald mit nur noch 9 Brutpaaren vorkommt, - hier auch wieder einstellen wird.

 

18. August - Raritäten im Dünensand,  Exkursion zur Düne "Pferdstrieb"  bei Sandhausen

   

(bma) Der Sommer meinte es gut und schickte einen seiner raren Sonnen-Nachmittage zur Exkursion des NABU Wiesloch in die Sandhäuser Dünenlandschaft und so waren Naturschützer aus allen umliegenden Gemeinden herbeigeradelt, um in den Dünen vor unserer Haustür auf Schatzsuche zu gehen.
Jürgen Alberti, unterstützt von seiner Frau Karin Alberti, führte die kopfstarke Gruppe über den öffentlich zugänglichen Teil der Pferdstrieb-Düne. Mit jedem Schritt wurde dabei der zunächst unscheinbare Sandhügel lebendiger. Wenn Jürgen Alberti erzählt, wird auch für Nicht-Geologen völlig klar, wieso der ganze Sand vor ca. 10 000 Jahren an das östliche Ufer der Rheinebene geblasen wurde, und nach Osten hin im Kraichgau dann durch die feineren Bestandteile, den Löß, abgelöst wird.

Eiszeitliche Sanddünen bilden ein schmales Band am Rhein entlang, das im Norden bis zum Mainzer Becken reicht, auch die Sandböden unserer hiesigen Spargelregionen gehören dazu. Aber die spezielle, an Hitze und sehr magere Bodenverhältnisse angepasste Flora und Fauna hat sich nur an ganz wenigen Stellen in so typischer Form erhalten wie in den Schutzgebieten rund um Sandhausen. So ist zum Beispiel die Sand-Silberscharte in ganz Deutschland nur noch an 5 Standorten zu finden. Ein weiterer Spezialist, das Kali-Salzkraut, hat hingegen die Bahnlinien als Ausbreitungswege entdeckt und damit größere Areale erobert. Wie auf einer Arche Noah zusammengerückt finden sich auf der Düne noch viele, oft unscheinbare und kleinwüchsige Seltenheiten: die Radmelde, verschiedene Mauerpfeffer, der Wanzensame, das Bergsteinkraut, die Steppen-Wolfsmilch und der Gelbe Zahntrost. Nicht weniger illuster ist die Insektenfauna mit der Blauflügeligen Ödlandschrecke, sehr zahlreichen Boden bewohnenden Wildbienen und der Sandwespe, die auf bisher unerforschte Weise Schmetterlingspuppen unter der Erde aufspüren kann, um damit ihre Nachkommen zu ernähren. Ziemlich abenteuerlich ist auch die Strategie des Ameisenlöwen, der vorbeilaufende Insekten mit Sandkörnern bewirft, damit sie in seinem Sand-Trichter hinabpurzeln und er sie mit seinen Zangen packen kann. Schließlich verpuppt sich das unansehnliche Ungeheuer zu einem wunderschönen und zarten Fluginsekt, das außer Paarung und Eiablage nichts mehr im Sinn hat.
Überließe man das Gebiet sich selbst, so würde es in absehbarer Zeit seinen Charakter grundlegend ändern und zu einem Kiefern-Robinienwäldchen werden. Pflege besteht hier nicht zuletzt im Entfernen der genannten Gehölze, die gegenwärtig auch mit Unterstützung einer Ziegenherde praktiziert wird. Die enormen Anstrengungen, die in den Sandhäuser Dünen durch örtliche und amtliche Naturschützer unternommen werden, haben sich wirklich gelohnt, darüber waren sich alle Besucher der Exkursion einig.

Sand-Silberscharte   Kali-Salzkraut   Radmelde   Blauflügelige Ödlandschrecke

 

Ferienspaß mit Fledermäusen am 6.September

  

(km) Rund 20 Kinder aus Wiesloch, Walldorf und Dielheim konnten am Ende der Sommerferien Fledermäuse kennenlernen. Der NABU Wiesloch hatte mit Herrn Röder einen Spezialisten eingeladen, der den Kindern viel über diese nachtaktiven Tiere zu erzählen wusste. In lustiger Runde spielten und bastelten die jungen Naturforscher rund um die Fledermaus. Gustav, eine echte Fledermaus, die durch eine Verletzung nicht mehr fliegen konnte, durfte sogar gestreichelt werden.
Mit Detektoren ging es nach dem gemeinsamen Picknick am Abend im Gerbersruhpark auf die Suche nach heimischen Fledermäusen. Viele Erwachsene kamen hinzu und alle waren von den herumfliegenden Fledermäusen überrascht und beeindruckt.

 

Exkursion zum Geolehrpfad im Steinbruch Nussloch am 16.September

   

(kms) Der Geopark-Ranger, Herr John öffnet das Gittertor zum Steinbruch der HeidelbergCement AG in Nussloch. Staub wirbelt auf. Es ist trocken und die Sonne legt ihr spätsommerliches Licht auf die Kulisse. Die Führung beginnt an einem kleinen See, der seine Existenz von abfließendem Oberflächenwasser verdankt, dass durch z.T. aus alten Schächten herbeifließt. Vorbei an einem Förderband ging der Tross zu einem Halbtrockenrasen,der sich auf einer alten Halde gebildet hat. Hier findet man die aufrechte Trespe und den Natterkopf, aber Lianen und auch Klematis. Das Vorkommen der Rubinie und der Goldrute deuten allerdings an, dass der Nährstoffgehalt schon zu genommen hat, was den Halbtrockenrasen bedroht.
Die Teilnehmer ziehen an einer beeindruckenden Muschelkalkwand vorbei und staunen nicht schlecht ob des Vorkommens von natürlich wachsendem Lavendel. Natürlich gilt für alle Teilnehmer das Gebot auf den Wegen zu bleiben und so kann auch leider kein Abstecher zu einer weiteren Rarität unternommen werden. Der Steinbruch beheimatet nämlich auch einen Schwermetallrasen. Insgesamt sind auf dem Gebiet 20 Orchideenarten nachgewiesen.
Die Gruppe marschiert auf einer Geröllstraße entlang bis zu einem See, der Schlangengrund genannt wird. Auf dem Wege begegnen einigen Aufmerksamen eine Blindschleiche und die sehr seltene blauflüglige Ödlandschrecke, deren Flügel im Flug wunderbar bläulich in der Sonne schimmern. Der See bildet die Endstation der Exkursion. An seinen Steilufern aus Löss fühlt sich die Uferschwalbe wohl und aktzeptiert diese als Brutstätte. Der See verdankt seinen Namen dem Vorkommen von einigen Schlagenarten. So lebt dort die Ringelnatter und wohl auch die Äskulapnatter. Leider zeigten sich diese beiden Spezies der Exkursion nicht, was dem interessanten Ausflug in den Steinbruch keinen Abbruch tat.

 

Pilz-Exkursion im Bannwald "Franzosenbusch", Walldorf  mit Prof. Wulfard Winterhoff am 6.Oktober

        
(aj) Spaltblättling, Sammethäubling und andere Pilze...

In die Geheimnisse der Pilzwelt führte Prof. Winterhoff ein. Bei strahlendem Herbstwetter zogen am 6. Oktober mit ihm ca. 30 Interessierte in den "Franzosenbusch" in Walldorf. Bei dieser NABU Exkursion standen dabei nicht Geschmack und Eßbarkeit der Pilze im Vordergrund. "Man spricht bei Vogelexkursionen auch nicht über Geschmack und die beste Zubereitung des Geflügels!" so Prof. Winterhoff. Ziel war es vielmehr, einen Einblick in die geheimnisvolle und vielfältige Welt der Pilze zu geben. Trotz des in letzter Zeit für Pilze etwas zu trockenen Wetters fanden die Teilnehmer, vor allem die besonders 'findigen' Kinder, etliche interessante Exemplare: u.a. Tintlinge, diverse Baumpilze, blutenden Helmling, Rettichhelmling, rehbrauner Dachpilz, verschiedene Hallimasch-Arten, verschiedene Bovist-Arten, violette Lacktrichterlinge, Buchenschleimrübling... Besonders eingehend konnte ein grüner, sehr giftiger Knollenblätterpilz betrachtet werden. Liebe sollte eben nicht immer durch den Magen gehen! "Ob man die Pilze abschneidet oder herausdreht, ist egal und hat keinen Einfluss auf das weitere Wachstum des Pilzes." so Prof. Winterhoff. Damit wurde eine alte Pilzsammler-Streitfrage ebenfalls geklärt.  

Hallimasch   Buchenschleimrübling   Grüner Knollenblätterpilz

 

Impressionen vom Weihnachtsmarkt Wiesloch 2007: Der NABU-Stand