Fledermausschutz
Seit dem 1. Oktober 2002 gibt es das vom NABU Wiesloch eingebrachte Agenda21-Projekt "Kommunales Fledermaushilfsprogramm". Ziel des Projektes ist der Schutz der Fledermäuse in Wiesloch. Das Projekt wird durchgeführt unter der Leitung von Dipl. Biologen Hans-Joachim Fischer und unter Mitwirkung von NABU-Mitgliedern und interessierten Bürgern; es wird unterstützt durch die Stadt Wiesloch.
Informationen zu Lebensweise und Biologie
Allgemeine Fledermaus-Seite
Fledermaus-Seite des BUND
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Wenn Sie Fledermäuse bei der
abendlichen Jagd beobachtet haben oder |
Maßnahmen in 2003:
Erfassung
...der Fledermaus-Arten
...der Jagdreviere
...der Sommerquartiere
...der Winterquartiere
Öffentlichkeitsarbeit
Erstellung Zustandsbericht
Im Rahmen des Agenda-Projektes wurden 2003 von Mai bis September
fünf Fledermaus-Abende an unterschiedlichen Stellen von Wiesloch durchgeführt:
Der Projektleiter, Herr Dipl.-Biol. Hans-Joachim Fischer, gab Informationen zur
Biologie und Lebensweise der Fledermäuse, bevor man in der Abenddämmerung die
ersten dieser fliegenden Säugetiere beobachten und ihre Ultraschalllaute mit
speziellen Detektoren für unsere Ohren hörbar machen konnte. Im Dunkeln
schließlich, wenn die Fledermäuse nicht mehr sichtbar waren, konnte Schallmuster
und –frequenz bei der Bestimmung der verschiedenen Arten helfen. Die jüngeren
Teilnehmer an den Fledermaus-Abenden erhielten durch Kerstin Mangels und
Simone Janas kindgerecht aufbereitete Informationen und wurden ebenfalls
zu Beobachtungen angeregt.
So beteiligten sich viele Wieslocher Bürger an den Exkursionen,
einige der Interessieten nahmen Beobachtungsbögen mit nach Hause,
trugen ihre Beobachtungen ein und ließen die Bögen anschließend Herrn Fischer zukommen.
Im Oktober rundete ein Informationsstand im „Florapark Wagner“ in Wiesloch
die Reihe der Veranstaltungen ab. Hier wurden Schutzmöglichkeiten für
Fledermäuse diskutiert und Fledermauskästen und –ziegel für Haus und Garten zum Kauf angeboten.
Maßnahmen in 2004:
Im März 2004 informierte der Leiter des Agenda-Projektes, Herr Dipl.-Biol.
Hans-Joachim Fischer in einem Vortrag im Wieslocher Rathaus über die Ergebnisse
der Fledermaus-Beobachtungen des Vorjahres:
So konnten in Wiesloch bisher 11 (!) von 23 in Deutschland vorkommenden
Fledermausarten identifiziert worden. Das ist ein unerwartetes und sehr
erfreuliches Ergebnis.
Am häufigsten wurde die Zwergfledermaus, eine der kleinsten heimischen Arten,
beobachtet. Sie ist im gesamten (erfassten) Siedlungsbereich, regelmäßig am
Siedlungsrand, im Offenland sowie an Waldrändern anzutreffen (siehe
Verbreitungskarte von H-J. Fischer).
Mit 3-5 cm Körperlänge ist sie eine der kleinsten heimischen Arten, wiegt
etwa 3-8g und vertilgt dennoch in einer Nacht Tausende von Insekten. Mit einer
Flügelspannweite von 18-25 cm ist die Zwergfledermaus im Flug allerdings mit
der Größe von Meisen vergleichbar.
Da man Zwergfledermäuse stellenweise in Wiesloch sogar in größerer Anzahl antrifft,
werden mehrere Quartiere im Stadtbereich vermutet.
Im Laufe des Sommers wurden von interessierten Bürgern weitere Beobachtungen
in anderen Teilen Wieslochs vorgenommen und deren Ergebnisse an
Herrn Fischer weitergeleitet.
Im Mai und September fanden Fledermaus-Exkursionen unter Leitung von Herrn Fischer
statt, zusätzlich betreuten NABU-Mitglieder auf Anfrage weitere Exkursionen.
Ob das einstmals bekannte Fledermausquartier in Dachstuhl der Stadtkirche Wiesloch
noch existiert, untersuchten Herr Fischer und die Wieslocher NABU-Vorsitzende
Frau Dr. Martens-Aly. Und Wahrhaftig: es wurden Spuren des Großen Mausohrs,
der größten bei uns heimischen Fledermausart (Flügelspannweite 40cm) gefunden,
ein Glück, dass sie die Renovierung der Stadtkirche unbeschadet überstanden haben.
Maßnahmen in 2005/2006:
Im Jahr 2005 wurden 2 Fledermausabende durchgeführt:
- Freitag 17.06.05 um 20:30Uhr in Baiertal
- Freitag 22.07.05 um 20:30Uhr in Wiesloch, Nähe Schulzentrum
Im 1. Halbjahr 2005 wurde von Herr Fischer eine Karte der Ergebnisse 2003/04
über die Verbreitung der Fledermäuse in Wiesloch präsentiert (siehe
Verbreitungskarte von H-J. Fischer).
Seit dem Jahr 2006 werden NABU-interne Beobachtungen durchgeführt.